Lehm

Lehm ist einer der ältesten Baustoffe der Welt – und zugleich hochaktuell. Er beeinflusst das Raumklima positiv, ist diffusionsoffen und schafft eine spürbar natürliche Atmosphäre.

Was ist Lehm?

Lehm ist ein natürlicher Baustoff, der im Wesentlichen aus Ton, Schluff und Sand besteht. Er kommt ohne künstliche Zusätze aus und lässt sich in unterschiedlichen Formen verarbeiten, zum Beispiel als Lehmputz, Lehmfarbe oder Lehmstein.

Anders als viele moderne Baustoffe ist Lehm nicht nur Oberfläche, sondern wirkt aktiv auf das Raumklima ein.

Welche Eigenschaften hat Lehm?

Lehm kann Feuchtigkeit aus der Raumluft aufnehmen, zwischenspeichern und später wieder abgeben. Dadurch trägt er zu einem ausgeglicheneren Raumklima bei.

  • feuchteregulierend
  • diffusionsoffen
  • angenehme Oberflächenwirkung
  • gute Speicherfähigkeit
  • natürlich und ressourcenschonend

Wo wird Lehm eingesetzt?

Lehm kann im Innenbereich vielseitig eingesetzt werden. Besonders häufig findet man ihn als Putz, Spachteloberfläche oder in Kombination mit natürlichen Dämmsystemen.

Gerade in der Sanierung und im baubiologischen Bauen ist Lehm interessant, weil er bauphysikalisch sinnvoll und gestalterisch vielseitig ist.

Vorteile von Lehm

Lehm verbindet technische Eigenschaften mit einer besonderen atmosphärischen Wirkung. Räume mit Lehmoberflächen wirken oft ruhiger, natürlicher und ausgeglichener.

Gleichzeitig unterstützt Lehm ein gesundes Innenraumklima, weil er Feuchtigkeit reguliert und diffusionsoffen bleibt.

Wo liegen die Grenzen?

Lehm ist nicht in jeder Situation der richtige Baustoff. Er braucht einen passenden Untergrund, den richtigen Aufbau und eine sinnvolle Einbindung in das Gesamtsystem.

  • nicht jeder Untergrund ist geeignet
  • Feuchtebelastung muss richtig eingeordnet werden
  • der gesamte Aufbau muss stimmig sein
  • Material allein ersetzt kein Konzept

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